.:: velo ::.

Fahrradhalterung für iPhone - kein Scherz!

Dies ist kein Bericht über die Alltagstauglichkeit von folgendem Fahrradzubehör: Fahrradhalterung für Apple iPhone
gibt es hier bei Amazon, ich frage mich, ob ich so einer Halterung vertrauen würde und mein neues Gadget / mein "Schmuckstück" während der Fahrt auf diesen Kunstoffsockel stecke. Noch gibt es ja keine Vorschriften oder Gesetze betreffend obligatorischer Freisprechvorrichtung bei Velos - telefonieren während der Fahrt wird aber wohl so oder so verboten sein, oder? Und was ist mit Musikhören?
Orginal Blog Post - es gibt bereits user, die sich das Zubehör bestellt haben...

[via iphone-ticker.de]


Elektrobikes im Test

In den vergangen Wochen wurde in verschiedenen Schweizer Medien über Elektrobikes geschrieben. Die Berichterstattung (nicht nur Print, auch im TV) konzentriert sich auf die Praxis Tests von K-Tipp und vom Velojournal (muss mir nur noch jmd. erklären, wieso der K-Tipp auch hier auf "paid internet content" setzt..., zumindest gibt es hier das PDF [1,6 MB] aus der Zeitschrift von ProVelo).

Titelbild Elektrovelo-Test im Velojournal

Ich selbst kann keine Urteil abgeben, ob sich die Anschaffung eines E-Bike lohnt bzw. ob die preiswerteren Modelle aus dem Fachmarkt oder vom Discounter alltagstauglich sind, vgl. dazu auch Suedostschweiz-E-Bike-Boom (pdf, 324 KB). Ende 2008 werden wir wissen, ob die Verkaufszahlen wirklich so stark steigen und es sich damit um ein E-Bike BookBoom handelt. Der Anstieg der Benzinpreise wird diese Entwicklung sicher positiv beeinflussen (mehr zum Thema Benzinpreis in Kürze).

Weitere Links zum Thema Elektro-Fahrräder: Ob mit oder ohne Hilfsmotor: Velofahren macht Spass und schützt die Umwelt!


Mit dem Velo fährt man anders

Bisher hat man die Stadtplanung fast gänzlich auf die Autos und den öffentlichen Verkehr ausgerichtet. Es ist aber Fakt, dass Velofahrer andere Anforderungen stellen. Häufig anzutreffende Hindernisse für Velofahrerinnen sind z.B. folgende:
  • Schlaglöcher
  • hügeliger Strassenbelag, besonders aussen rechts
  • Ausbesserung des Strassenbelags mit Kies
  • Ampeln, deren Sensoren Velofahrer nicht erkennen
  • keine grünen Wellen oder zu kurze Grünphasen
  • zu enge Fahrbahn in Quartierstrassen, die das Kreuzen erschweren
  • versetzte Parkplätze, welche die Übersicht einschränken
  • unübersichtliche Kreuzungen
Wichtig ist nämlich folgendes zu wissen: Velofahrer fahren anders als Auto- oder Motorradfahrer. Der offensichtlichste Unterschied liegt im Antrieb. Während es für die motorisierten Verkehrsteilnehmer nur weniger kleiner und nicht allzu anstrengender Bewegungen benötigt, um wieder zu beschleunigen.

Doch als Velofahrer muss man erst wieder auf "Reisegeschwindigkeit" kommen. Normalerweise ja eigentlich kein Problem, aber wenn das zu häufig passiert, dann wird es anstrengend und viele Leute empfinden das auch als grosses Hindernis.

Kreuzungen sind gerade für Zweiradlenker, aber auch andere Teilnehmer des Langsamverkehrs wie Fussgänger, immer kritisch. Es braucht viel Aufmerksamkeit und weil die Autos nunmal viel grösser sind, werden sie auch weniger übersehen - von Trams gar nicht zu sprechen.

Gerade Quartierstrassen werden oft nur mit einer Schicht aus flüssigem Teer und Kies ausgebessert. Garantiert eine kostengünstige und effektive Methode, aber für Zweiradfahrer eher nervig, weil die Reibung stark erhöht wird und selbst trainierte Waden die zusätzlich nötigen Watt spüren.

Damit also das Velo zur echten Alternative wird, muss dringend auch auf solche Punkte geachtet werden. Natürlich ist es an vielen Orten nicht möglich, wie beispielsweise in Innenstädten, die Architektur komplett umzukrempeln. Dennoch dürften kleine aber feine Veränderungen sicher für den Langsamverkehr sprechen.


Radverkehrsanteile in verschiedenen Städten

Anteil Fahrradverkehr in verschiedenen Städten

[via Chr. Chorherr (Wien)]

Bei der Gelegenheit ein Blick auf die weniger erfreuliche Entwicklung in Zürich bzw. in der Schweiz:
  • Im Binnenverkehr der Stadt Zürich soll der Velo Anteil am Gesamtverkehr von 7% auf 6.4% gesunken sein (Vergleich 2000 zu 2005)
  • In der Schweiz ist dieser Wert im gleichen Zeitraum von 7.4% auf 7.1% gesunken
Wahrscheinlich sind diese Zahlen nicht 1 zu 1 vergleichbar, aber zum Besten steht es mit dem Radverkehrsanteil bei Weitem nicht, weder in Wien noch in Zürich!


S-Bahn Bern lanciert das europaweit erste S-Bike

Um die Leute zum Umsteigen vom eigenen Auto auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen, müssen sich die ÖV-Unternehmen immer wieder innovative Dinge einfallen lassen. Zu diesen Innovationen gehört zum Beispiel auch das S-Bike, welches die S-Bahn Bern am kommenden Donnerstag lancieren wird. Mit diesem "Pendlervelo" soll die Lücke zwischen Haustür und Bahnhof beziehungsweise zwischen Bahnhof und Arbeitsort geschlossen werden.

Fahrgäste der S-Bahn Bern können das S-Bike entweder für CHF 777.- kaufen oder mit einem Monats-Abo für CHF 17.- mieten. Europaweit gibt es bisher noch kein vergleichbares Angebot. Nice to have: Auf Wunsch wird das Velo auch mit dem eigenen Namen oder Spitznamen beschriftet.

Eigentlich verwunderlich, dass es bisher noch keine vergleichbaren Angebote gibt. Ich bin gespannt, wie diese Idee bei den Pendlern ankommen wird und ob sie sich durchsetzt. Zu wünschen wäre es. Vielleicht setzt sich die Idee dann auch in anderen Bahnhöfen und in anderen Verkehrsverbunden durch.

Mehr Informationen: www.s-bike.ch


Veloland Schweiz - Ist die Schweiz wirklich ein Veloland?

Zwei Thesen:
  • Trotz Zunahme der Veloverkäufe in der Schweiz haben FahrradfahrerInnen im Strassenverkehr nach wie vor einen marginalen Stellenwert.
  • Velofahren in der Freizeit und im Urlaub wird von verschiedenen Seiten gefördert und beworben; die regelmässige Nutzung des Fahrrades im Alltag interessiert niemand.
Jetzt lachen mir die fröhlichen VelofahrerInnen schon beim Mittagessen entgegen: die aktuelle Kampagne in den SV Kantinen wirbt für eine gesunde Lebensweise bzw. "Naturerlebnis auf zwei Rädern" und schreit "Rauf aufs Velo!", Rabatt für ein SUVA Helm oder bei rent a bike inklusive. Unsere Touristiker und Vertreter vom Velofachhandel klopfen sich gegenseitig auf die Schulter (vgl. PDF mit Verkaufszahlen 2007), Initiativen wie Veloland Schweiz werden nun auf die Förderung vom gesamten Langsamverkehr erweitert (Freizeitverkehr, notabene). Zum Start der neuen (Sommer!) Saison werden am 25. April 2008 die News des breit abgestützten Programms präsentiert und hoffentlich werden dabei auch die beiden Webauftritte "veloland" und "schweizmobil" komplett erneuert, das wäre dringend notwendig! Einzig brauchbarer Service erscheint mir im Moment diese interaktive Karte.

Veloland Schweiz, sehr schön. Wo bitte bleibt die Förderung vom Velo im Berufsverkehr? Heute ist es wohl "chic" und zeitgemäss, das neue Moutainbike aufs Dach vom neuen Hybrid SUV zu hieven und dann in die Natur hinauszufahren, um eine schöne und/oder sportliche Fahradtour zu machen. Aber mit dem Velo jeden Tag in die Arbeit zu fahren? "Wozu? - ich hab ja ein Auto oder sonst kann ich ja immer noch den ÖV nehmen".

Fahradfahren ist nicht nur im Sommer schön und gesund, nein, die regelmässige Nutzung im Berufsverkehr hat noch (sehr) viel ungenutztes Potential. Und der Kantinenbetreiber SV-Service hat genau diese Zielgruppe regelmässig zu Gast! Da wäre doch ein Engagement bei bike to work viel wirkungsvoller (aber eben nicht so sexy wie Werbung mit Urlaubsbildern...). In meinen Augen eine verpasste Chance, aber auch ein Hinweis für die Kollegen von Pro Velo Schweiz, die BIKE TO WORK (Florian hat hier auf AUTOLOS berichtet) bereits zu einer beachtlichen Grösse und Relevanz gebracht haben (diese Jahr haben sich über 860 Betriebe angemeldet, die detaillierte Liste als PDF file)

Tatsache ist: die konkrete Förderung vom Fahrradverkehr in den Städten lässt weiterhin auf sich warten: hier ein Radstreifen, da eine neue Einbahnregelung, dort ein neuer Abstellplatz. Grosse Würfe gab es seit der Jahrtausendwende keine, weder bauliche Massnahmen noch die Schaffung von finanziellen Anreize, das Fahrad für auf dem Weg in die Arbeit zu benutzen. Da diskutieren diverse Kantone vom selbsternannten "Veloland Schweiz" doch lieber neue Subvention von Motorfahrzeugen mit (etwas) weniger Treibstoffverbrauch und fördern damit den motorisierten Strassenverkehr. Ein völliger Schwachsinn.


bike to work

bike to work ist eine Kampagne der Gesundheitsförderung Schweiz mit dem EDI und privaten Sponsoren. Das Ziel ist, dass Leute statt, wie bisher mit dem Auto, mit dem Velo zur Arbeit fahren. Immer vier Leute aus dem gleichen Betrieb melden sich zusammen als Team an und müssen während einer bestimmten Zeit mit dem Velo zumindest einen Teil der Strecke zur Arbeit fahren.

Das Ziel ist mehr Bewegung und damit einen gesünderen Lebensstil, aber auch das Erlebnis an sich. Dass damit Verkehrsprobleme - gerade in Städten - gemildert werden können, wenn mehr Leute mit dem Velo unterwegs sind, liegt auf der Hand.

Zu gewinnen gibt es verschiedenste Preise in insgesamt drei Verlosungen: Als einzelner, als 4er-Team und als ganzer Betrieb.

Das ganze beruht auf einer Selbstdeklaration, das bedeutet, dass jede und jeder selbst angibt, wann er mit dem Velo zur Arbeit gefahren ist. Damit etwas soziale Kontrolle spielt, werden Teams aus jeweils vier Mitarbeitern gebildet.

Anmelden kann man sich auf www.biketowork.ch.
Der nächste Termin für die Aktion ist der 1. bis 30. Juni 08. Also schnell anmelden und mitmachen!


Was man beim Fahrradfahren beachten sollte...

Radwege haben ja nun mal leider die Angewohnheit, dass sie durch romantische Landschaften führen, aber eben nicht dem schnellsten Weg zum Ziel gehorchen. Deshalb fahre ich, wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre meist auf der regulären Strasse. Und klar da fahren auch Autos. Nun ist es aber nicht so, dass dies den Autofahrern alleine gehört, sondern dass diese genauso auch für uns Velofahrer zugelassen ist. Dies verstehen die meisten Autofahrer aber nicht. Deshalb habe ich aus meiner Praxis als Velofahrender Pendler folgende Regeln erstellt, damit man nicht von arroganten Autofahrern über den Haufen gefahren wird:

1. Selbstbewusst sein. Die Strasse ist für alle da.
2. Schön an der rechten Seite fahren, aber soviel Abstand zum Strassenrand halten, dass die Autos abbremsen müssen und nicht einfach so vorbeiziehen können. Sonst wird man nur abgedrängt.
3. Vor einem Kreisverkehr in die Mitte der Strasse fahren, da sich sonst die Autofahrer an einem vorbeidrängeln und man an den Rand der Strasse gedrängt wird.
4. Immer gut sichtbare Kleidung tragen, vor allem auch nachts immer gute Beleuchtung mit sich führen und benutzen.
5. Freude am Radfahren haben und sich nicht provozieren lassen
In diesem Sinne: reclaim the streets.


Velostadt

Was macht eine Stadt, wo es sich ja bekanntlich am sehr lohnt mit dem Velo unterwegs zu sein, besonders velofreundlich?

Da in der Schweiz 26 verschiedene Konzepte im Strassenbau bestehen, ist es leider teilweise recht unterschiedlich, wie gut und komfortabel es Velofahrern gemacht wird. Es ist denn auch nicht immer einfach, eine Strasse geschweige denn eine Stadt so zu bauen, dass die Velofahrerinnen sich sicher fühlen und bequem an ihr Ziel kommen.

Velofahrer wurden bisher auf den Tiefbauämtern nicht gerade als Hauptkundschaft wahrgenommen. Deswegen wurden Strassen oft auf die Autos ausgelegt.

Velofahrerinnen haben aber einige, meist sehr einfach zu realisierende, Bedürfnisse, die entscheidend sind. So braucht es an den Ampeln eine spezielle Verlegung der Sensoren im Boden, damit auch bei Velos die Ampel umgeschalten wird.

In eingen Städten ist man schon recht weit, so z. B. in Basel. Dort haben Velofahrer wo möglich einen Streifen für sich und können bei Ampeln oft ein bis zwei Meter weiter vorne stehen, als die Autos. Das verhindert, dass rechtsabbiegende Autofahrer geradeausfahrende Velos übersehen und so Unfälle verursachen. Auch gibt es bei Kreuzungen oft eigene Spuren für Velos, die dann als Linksabbieger gefahrlos abzweigen können.

Einbahnstrassen gibt es in Basel kaum noch - für Velos! Die meisten wurden aufgehoben und sind nun für Velos in beiden für Autos aber immer noch nur in einer Richtung befahrbar. So muss man als Velofahrer auch keine grossen Umwege mehr fahren, sondern kommt schnell durch Quartiere. Auf den Quartierstrassen ist diese neue Einbahnregelung auch am weitesten verbreitet.

Es braucht also ein Paket von kleinen aber sehr entscheidenden Massnahmen. Diese sind zum grössten Teil auch nicht sehr aufwändig, sondern sind durch eine gute Planung schon zur Hälfte verwirklicht. Wichtig ist es allemal, die Strassen attraktiver für die Velofahrerinnen zu machen. Schliesslich geschieht der Umstieg nicht einfach so und wenn es mühsam erscheint, wird lieber aufs Auto zurückgegriffen.


Blog abonnieren (Feed)

Email-Abonnement

E-Mail-Adresse eingeben:

Aktuelle Kommentare

Ja!
Andreas Kyriacou • 2008-10-15 20:53

ok, verstehe. Es wäre doch...
Florin Jaeger • 2008-10-12 20:53

Fristen
Andreas Kyriacou • 2008-10-11 18:44

die Geschichte mit dem georfeigten...
velofahrer • 2008-10-11 08:43

Der voraussichtliche Abstimmungstermin...
Georg Birkner • 2008-10-09 21:14

tolles Sammelergebnis - Gratuliere!...
Florin Jaeger • 2008-10-09 10:57

Solchen Spam möchte ich auch...
Florian Schreier • 2008-10-06 12:55

kann mich an dein posting erinnern...
Florin Jaeger • 2008-10-03 15:25

tja...
chm • 2008-10-03 13:10

Medien?
Andreas Hobi • 2008-09-21 13:51

das ist der moderne way of life,...
fussgänger • 2008-09-17 22:11

Schon lange autolos
LM • 2008-09-15 14:56

@Dave: danke für dein feedback...
Florin Jaeger • 2008-09-15 14:32

Das ultimative Velo
dave • 2008-09-15 09:53

brainstorming klingt gut - werde...
Florin Jaeger • 2008-09-11 11:39

Gesucht: kein Auto, aber das ultimative...
Martin • 2008-09-10 22:37

anti-suv-initiative - brainstorming...
amade.ch • 2008-09-10 17:13

auf jeden Fall
alex • 2008-09-09 12:51

den labelgedanken finde ich echt...
Pidi • 2008-09-08 09:41

PARK(ing)
Georg • 2008-09-05 10:15

Suche

 

CH Blogosphere (by SLUG)

Herbstferien
Was tun in den Herbstferien?...
fcz.watchblog.ch -
Merci Otttmar le Hitzfeld!
Ja, ich sag jetzt einfach...
© Monsieur Fischer -
Steuermilliarden für die UBS
Nun hat es die Schweiz...
Gedankenblitze -
6 vor 9
1. “Pressefreiheit...
medienlese.com -
Crise : grand prix de la connerie...
Grand  prix du jour...
ouVertures.info, une autre lecture de l'info -
Traumstart
Fabio Capello hat mit...
The Home of Football -
Ein bisschen Herbst und die Bahn...
Quelle
Rasmus' Gedanken -
Temporale Hilflosigkeit
In meiner neuen Funktion...
Hymnos - In Wirklichkeit Gar Nicht Anwesend -
Neeeeeeeeein!
Der Bundesrat beteiligt...
think eMeidi -
Danke, Photoshop
Photoshop hat schon oft...
Rasmus' Gedanken -