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Google Maps mausert sich zum Fussgänger-Navigator

Nachdem bei Google Maps die Routenplanung für das Auto und die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel bereits verfügbar sind, kommt nun bald das nächste Feature: Routen für Fussgänger.

Gelesen habe ich davon im Google OS Blog. Noch befindet sich der Dienst im Beta Status und ist nicht für alle Benutzer verfügbar, aber ich setze grosse Hoffnungen in diese Funktion.

Es gibt Strassen, bei denen es keine Trottoirs gibt. Handkehrum gibt es Stadtzonen, welche nicht (oder nur bedingt) für den Individualverkehr zugelassen sind. Als Beispiel dafür nenne ich die Churer Altstadt. Wenn Google es nun fertig bringt, diese verschiedenen Verkehrswege voneinander zu unterscheiden, entsteht aus der Symbiose von Google Maps und iPhone 3G ein GPS-Navigator für Fussgänger. Tolle Sache!

Aber wie gesagt: Noch ist es nicht so weit und im Moment ist diese Funktion erst für die Stadt New York und einige wenige Benutzer zugänglich. (Und noch wird man in dieser Beta-Version manchmal quer durch Gebäude geschickt... Ob Google vielleicht auch schon das Innere einiger Gebäude kennt...? *g*)

Der nächste Schritt wäre dann vermutlich, dass noch mehr Verkehrsmittel hinzukommen oder sich miteinander kombinieren lassen. So könnte man zum Beispiel bei Google angeben, dass man in Besitz eines Fahrrades ist und von Vermol nach Rüti bei Abtwil fahren möchte. Google zeigt dann an, welche Strecken mit Fahrrad zurück gelegt werden und welche mit dem Zug (mit Fahrradmitnahme).

Bräuchte man nur noch eine passende Halterung, um das iPhone an der Fahrrad-Lenkstange befestigen zu können (vielleicht gibt es dies schon?) und die Welt wäre perfekt! ;)

Wie denken die Autolos-Leser darüber? Tolles Feature oder wieder etwas, was die Welt nicht braucht?


Der grüne Beobachter des Axel Springer

Umweltfreundlich zu sein, das ist im Trend. Und da will auch der deutsche Verlag Axel Springer anscheinend nicht hinten anstehen: Er plant die Herausgabe einer Schweizer Monatszeitschrift zum Thema Natur und Umwelt. Die Publikation soll als Line Extension der Marke "Beobachter" lanciert werden und ab Anfang 2009 in den Kiosk-Regalen aufliegen.
Axel-Springer-Logo
Über das genaue Konzept ist noch beinahe gar nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Noch ist nicht einmal klar, wie die Redaktion genau aussieht. Gegenüber dem Branchendienst persoenlich.com erklärt Balz Hosang, publizistischer Leiter der "Beobachters": "Wir haben die Kosten zwar schon budgetiert, die wir für die Redaktion benötigen. Noch nicht entschieden ist jedoch, welchen Anteil der Mittel wir in feste Redaktionsstellen fliessen lassen wollen und welchen Anteil in Honorare." Ein billig produziertes Schnellleseprodukt soll es aber nicht werden: "Die personelle Ausstattung der neuen Redaktion soll gut genug sein, damit sie genau so professionell arbeiten kann wie der 'Beobachter'."

Besonders freut es mich, dass der "grüne Beobachter" kein linkes oder grün-extremes Blatt werden soll, sondern verschiedene Umweltfragen gemässigt und familienfreundlich aufarbeiten will. Ich denke, damit erreicht man die Leute auch besser und kann sie zu umweltfreundlicherem Verhalten animieren.

Besonders freuen würde es mich (und vermutlich auch die anderen autolosen Autore), wenn die Publikation auch die Thematik rund um die Mobilität, sowie den Individual- und öffentlichen Verkehr oft und detailiert ansprechen würde und Alternativen zum Auto aufzeigt.

Sobald ich in rund einem halben Jahr das erste Exemplar in die Hände bekommen, werde ich hier auf autolos.com eine Review darüber schreiben; vorausgesetzt, es passt thematisch auch zu diesem Blog.


Hayek will ein Auto ohne CO2 Ausstoss bauen

Dass sich Uhrenmonopol Unternehmer und "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" Nicolas Hayek sich gerne hohe Ziele steckt, ist ja allgemein bekannt. Wie man durch einige Internetdienste und Zeitungen erfahren konnte, will der Swatch-Chef ein Auto mit einem Brennstoffbetrieb entwickeln, der in keinsterweise Kohlendioxid ausstossen soll. Schon in drei bis fünf Jahren soll das Ergebnis von über 30 weltweiten Forschungsstellen auf den Markt kommen
Schon 2002 wurde ein umgerüsteter Volkswagen präsentiert, der allerdings sehr viel kostete, aber im Vergleich immerhin schon 40% weniger Energie verbrauchte. Immerhin würde man mit solch einem CO2-freien Auto für unter 10'000 Franken die Welt verändern.


Demo für autolose Mobilität in Bukarest gestartet

Das wäre doch mal ein Anblick. Man stelle ich vor, 80.000 Velofahrer stürmten den Bundesplatz und demonstrierten für eine Bevorzugung von nicht motorisierten Fortbewegungsmitten. Genau dies geschah kürzlich in Bukarest:

"80 000 Velofahrer haben am frühen Abend nach Angaben der Organisatoren das Zentrum von Budapest praktisch überschwemmt. Die Teilnehmer des Umzugs demonstrierten für eine andere Verkehrspolitik." Quelle: Bluewin

Über ein anderes schöne Aktion, welche die Mobilität mit dem Auto in Frage stellt, schlug in Berlin sagenhaft ein:

"Mit der "Crash-Aktion" wollen Ostarhild und ViiF im wahrsten Sinn des Wortes "Fragen in den öffentlichen Raum stellen" und somit radikal Aufmerksamkeit generieren. Wird wirklich genug für die Umwelt getan? Wie wichtig ist das Auto? Dient es noch immer als Status-Symbol in unserer Gesellschaft, und wenn ja: welcher Preis wird dafür gezahlt? Für Ostarhild ist das Auto ein Symbol für die Fragwürdigkeit unseres Konsumsystems. "Durch die Schnelllebigkeit, den geforderten technischen Fortschritt, die immer schnellere Entwicklung laufen wir Gefahr - wie dieses sinnbildliche Auto - total abzustürzen", so der Künstler." Quelle: Presseportal

Autoabsturz Bild: ViiF Mobile Video GmbH


Alternative Kraftstoffe

Dieses Zitat von Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung stammt von einem Interview mit Blick Online im Oktober 2007:
Als Beispiel schilderte Ziegler, dass es 232 Kilogramm Mais bräuchte, um 50 Liter Ethanol zu produzieren. Damit könne ein Kind in Mexiko oder Sambia ein ganzes Jahr ernährt werden.

Er will damit sagen, dass Pflanzen als Nahrung und nicht als Kraftstoff dienen sollten. Dieser Meinung bin ich auch. Oder wollen Sie ein Kind verhungern lassen?

Ich wurde durch schnell einmal auf eine kleine Auflistung von Lunch over IP aufmerksam. Diese Fakten lassen schnell klar werden, dass Biodiesel keine Alternative ist. Hier nochmals für alle:
  • Gallons of biodiesel that can be made from one acre of soybeans: 50
  • Arable acres in the US: 427 million
  • Gallons of gasoline used by the average American driver in a year: 464
  • Drivers in the US: 198 million
  • Arable acres needed to make enough biodiesel for all of them: 1.8 billion
(1 gallon = 3.8 liters; 1 acre = 4040 square meters)

Das heisst: Es bräuchte 1.8 Milliarden Acres (ein Flächenmass wie Hektar, danke Dominik), auf welchen Soja angebaut würde. In den USA gibt es aber nur 427 Millionen Acres. Fredy Künzler bringt es auf den Punkt und sagt: Langfristig hilft nur weniger Autofahren (heizen etc.) dem Ausstieg aus der Erdölabhänigigkeit. Doch dafür braucht es alternative Verkehrsmittel.

In der Wikipedia finden sich noch sieben andere alternative Kraftstoffe neben Biodiesel. Es wird noch einige Zeit vergehen, bis sich Alternativen durchsetzen können (oder uns das Erdöl ausgeht). Am besten, man verzichtet auf das Auto, denn so hat man bestimmt keine Probleme. Auch in finanzieller und gesundheitlicher Hinsicht.

Ein Tipp zum Schluss: Florin hat schon einmal über Biotreibstoffe berichtet: "Biotreibstoffe - ein Verbrechen?!"


Biotreibstoffe - ein Verbrechen?!

Heute Mittwoch morgen wurde Jean Zieglers Forderung "5 Jahre kein Biotreibstoff" auch in den Nachrichten zitiert. Meldung im Blick, im Schweizer Bauer und hier in der Basler Zeitung. Bereits im Oktober 2007 pochte der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und kritisierte den Unsinn, aus Mais oder anderen landwirtschaftlichen Produkten Treibstoffe zu gewinnen. - Vor einigen Tagen sah ich ein grosses Inserat von Agrola, wo für E85 geworben wird; offenbar werden hier Holzabfälle für die Herstellung dieses "Biodiesel" verwendet, Agrola hat bereits ca. 20 Tankstellen in der Schweiz für diesen speziellen Treibstoff umgerüstet (vgl. Liste als PDF). Auch hier wird für den grünen Treibstoff geworben, der Verkauf von "FlexFuelVehicles" boomt aber nicht nur in Europa, in Ländern wie Brasilien werden schon seit Jahren Autos verkauft, die auch mit Zuckerrohr Sprit laufen, mehr darüber hier und hier. - Eines ist sicher: Die Suche nach alternativen Treibstoffen hat erst begonnen, da kommt noch einiges auf uns zu, wie zum Beispiel die Frage nach der Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen (Stichwort: "wie CO2 neutral ist der verwendete Strom").

In meinen Augen darf man nicht vergessen: das grösste Spar-Emissionsreduktions-Potential kann jeder und jede selber ausprobieren:

Heute lass ich das Auto in der Garage stehen lassen!

p.s. An einem regnerischen Tag wie heute Mittwoch wird dieser Aufruf wohl nicht fruchten...
;-)


Willkommen bei AUTOLOS

Heute schreiben wir den 29. Februar! Das Jahr 2008 ist ein Schaltjahr; genau der richtige Zeitpunkt für den Launch von AUTOLOS, genau der richtige Zeitpunkt für den Start von unserem kollaborativen Weblog, genau der richtige Zeitpunkt um dieses neue Projekt in Angriff zu nehmen und regelmässig über unser autofreies Leben zu berichten.

Kurz vor dem Jahreswechsel gaben verschiedene Auguren bekannt, dass SUVs und andere grosse Autos im Jahr 2008 total "OUT" sind, die Renaissance vom Fahrrad hätte begonnen. Sehr gut! Zumindest in Europa wird der Langsamverkehr wieder Salon-fähig, nicht nur in der Freizeit. Und wer kein eigenes Auto besitzt muss nicht unbedingt zu der Abteilung der Öko-Fundis gehören, nein. Viele Menschen haben realisiert, dass eine Reise im Zug viel angenehmer sein kann, dass die Kosten von einem eigenen Auto um ein vielfaches höher sind als gemeinhin angenommen und sich daher ein car-sharing oder Auto mieten bei Bedarf auch aus finanziellen Überlegungen auszahlt.

Aber die effektive Entwicklung spricht eine andere Sprache: so sind beispielsweise in der Schweiz die Autoverkäufe im 2007 stark angestiegen: "Betrug der Zuwachs 2006 noch 3,9 Prozent oder rund 10'000 Fahrzeuge, ist er im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent oder 15’253 Einheiten angestiegen und erreichte ein Gesamttotal von 284'674 neuen Personenwagen."
Auch die Gesamtzahl der immatrikulierten Fahrzeuge in der Schweiz und der Motoriesierungsgrad der Bevölkerung stieg weiter an. Eine Trendwende ist (noch) nicht zu erkennen.

Dieser Blog bietet eine Plattform für aktuelle Informationen über zukunftsweisende Formen der Mobilität. Wir berichten unter anderem über den Etikettenschwindel beim durchschnittlichen Treibstoffverbrauch, verlinken zu Initiativen wie BetterPlace und Netzwerken wie Carfree, berichten über Blogs wie diesen (französischen) Velo Blog, greifen neue (und in diesem Fall von verkehrstot.ch etwas makabre) web 2.0 mashups auf und besetzen das Thema "autofrei" in der deutschsprachigen Blogosphäre. Willkommen bei AUTOLOS.

p.s.
Wie hiess es so schön? "it is one small step for man, one giant leap for mankind..."
Nehmen wir das "leap year 2008" als Anlass, etwas zu ändern, etwas zu bewegen, setzen wir gemeinsam zum grossen Sprung an (aber bitte schiesst mich nicht auf den Mond... ;-))


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Aktuelle Kommentare

Ja!
Andreas Kyriacou • 2008-10-15 20:53

ok, verstehe. Es wäre doch...
Florin Jaeger • 2008-10-12 20:53

Fristen
Andreas Kyriacou • 2008-10-11 18:44

die Geschichte mit dem georfeigten...
velofahrer • 2008-10-11 08:43

Der voraussichtliche Abstimmungstermin...
Georg Birkner • 2008-10-09 21:14

tolles Sammelergebnis - Gratuliere!...
Florin Jaeger • 2008-10-09 10:57

Solchen Spam möchte ich auch...
Florian Schreier • 2008-10-06 12:55

kann mich an dein posting erinnern...
Florin Jaeger • 2008-10-03 15:25

tja...
chm • 2008-10-03 13:10

Medien?
Andreas Hobi • 2008-09-21 13:51

das ist der moderne way of life,...
fussgänger • 2008-09-17 22:11

Schon lange autolos
LM • 2008-09-15 14:56

@Dave: danke für dein feedback...
Florin Jaeger • 2008-09-15 14:32

Das ultimative Velo
dave • 2008-09-15 09:53

brainstorming klingt gut - werde...
Florin Jaeger • 2008-09-11 11:39

Gesucht: kein Auto, aber das ultimative...
Martin • 2008-09-10 22:37

anti-suv-initiative - brainstorming...
amade.ch • 2008-09-10 17:13

auf jeden Fall
alex • 2008-09-09 12:51

den labelgedanken finde ich echt...
Pidi • 2008-09-08 09:41

PARK(ing)
Georg • 2008-09-05 10:15

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