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Die Frage - Was kostet ein GA

Gestern Donnerstag wurde im Tages-Anzeiger folgende Frage beantwortet: "Wo kostet ein Generalabonement (GA) 15'396 Franken?" hier die Antwort:
(Quelle: Tages-Anzeiger Ausgabe Nr. 230, Seite 23)

In Frankreich. Es heisst Abonement Forfait France entière, es wird von den Staatsbahnen SNCF herausgegeben und kostet in der 2. Klasse (!) umgerechnet wirklich soviel. Um Kunden bei der Stange zu halten wird eine Treueprämie gewährt. Im zweiten Jahr kostet es noch 13'408 Franken und im dritten Jahr 12'185 Franken. Im Vergleich: Das Schweizer Generalabo 2. Klasse erhalten Erwachsene für 3100 Franken. Das deutsche Pendant, genannt BahnCard 100 kommt auf 5'712 Franken zu stehen und das österreichische auf 2839 Franken. Doch die Schienennetze der Franzosen und der Deutschen sind viel grösser als das der Schweizer. Die SNCF bietet 30000 km Schiene, die Deutsche Bahn 35000. Die SBB kommen zusammen mit den Privatbahnen auf rund 5000 Kilometer. Hinzu kommt eine nicht bezifferte Distanz von S-Bahnen, Bussen und Schiffen. Im europäischen Umfeld gilt das Schweizer GA dennoch als Unikum, weil es praktisch im gesamten öffentlichen Verkehr gültig ist


Dinge die's im Stau nicht gibt

...und ehrlich gesagt auch selten im ÖV. Aber allemal ein wunderbarer Film!



Familien sind auf den ÖV angewiesen

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens TNS zeigt: Familien in Deutschland brauchen Bus und Bahn. Und: Alleinerziehende sind besonders stark auf den Nahverkehr angewiesen.

Die Studie, welche TNS im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. durchführte, zeigt auf, dass 80 Prozent der befragten Familien damit rechnen, dass die Bedeutung von öffentlichen Verkehrsmitteln für sie zunehmen oder mindestens gleich bleiben wird. "Die Zahlen zeigen, dass Familien ihren Alltag mit Bussen und Bahnen planen", erklärt der VDV-Geschäftsführer Prof. Dr. Adolf Müller-Hellmann.

Diese Umfrageergebnisse gehen einher mit den Fahrgastzählungen diverser Transportunternehmen. So verzeichnet zum Beispiel die Schweizerische Bundesbahn SBB von Jahr zu Jahr deutlich mehr transportierte Personen.

Besonders deutlich ist das Bild der erhöhten Nachfrage bei den Alleinerziehenden: Viele von ihnen sind auf Bus und Bahn angewiesen und mehr als die Hälfte der Alleinerziehenden befürchtet negative oder sehr negative Folgen für die eigene Mobilität von Mittelkürzungen im ÖV. Einsparungen im öffentlichen Verkehr treffen also zuerst die untersten Einkommensschichten.

Deshalb ist es wichtig, dass die Politik für ein flächendeckendes ÖV-Netz sorgt und die Grundlagen für attraktive Verbindungen bereit stellt. Dies hilft nicht nur den Familien, sondern auch der Wirtschaft.


Fahrplanwunder

Einfach mal was praktisches – zwischendurch:

Vielleicht bin ich einfach ein bisschen langsam, aber bei mir hat es ungefähr 15 Jahre regelmässiges pendeln gebraucht, bis mir jemand erklärt hat, dass in der Schweiz der Fahrplan symmetrisch aufgebaut ist. Inzwischen hab ich das verschiedensten Leuten erzählt und noch kaum jemand kannte dieses offenbar „bestgehütete Geheimnis“ unserer SBB. Dabei ist es wirklich extrem praktisch für regelmässige Zugfahrer! Unser Co-Blogger Andreas kann vielleicht erklären, warum die SBB mit dem nicht mehr Werbung machen...

Wie auch immer – der SBB Fahrplan ist also symmetrisch aufgebaut. Was heisst das?

Die Symmetrieachse des Taktfahrplans schneidet auf der Uhr die Minuten 00 und 30. In diesen beiden Momenten treffen sich überall in der ganzen Schweiz gleichartige Züge. Im Allgemeinen gilt nun für jede Richtung: So viele Minuten, wie ein Zug vor der Symmetriezeit eintrifft, so viele Minuten nach der Symmetriezeit verlässt der Gegenzug den Bahnhof.

Wer zum Beispiel von Basel nach Frick fährt und dort um 14:56 ankommt, kann sich drauf verlassen, dass er jeweils um 15:04, 16:04 etc. einen Zug zurück nach Basel hat (in diesem Fall gibt es dazwischen noch ein paar Verbindungen mehr...). Erfahrungsgemäss kann es Abweichungen von ein paar wenigen Minuten geben, vor allem bei den S-Bahnen. So kommt die S8 von Zürich in Kilchberg jeweils :25 an, die Gegenzüge fahren aber „schon“ um :33 nach Zürich zurück.

Die ostschweizer Regionalbahn Thurbo hat dieses Bildchen geschaltet, welches das Ganze am Beispiel von Wattwil erklärt.

FPL-Symmetrieuhr

Ich verlasse mich seit nunmehr ca. 2 Jahren auf dieses weitere Wunder schweizerischer Fahrplangestaltung – klappt eigentlich immer.

Macht bei Eurer nächsten Fahrt die Probe auf's Exempel!


Hochgeschwindigkeitsnetz der Eisenbahnen - Anschluss der Schweiz

Aus topografischen Gründen wird es in der kleinräumigen Schweiz wohl nie Eisenbahnstrecken geben, wo mit mehr als 300 km/h gefahren werden kann. Ganz anders sieht die Situation in unseren Nachbarländern Frankreich und Deutschland aus, wobei die Franzosen beim Streckenausbau viel mehr Gas geben (vgl. Beitrag Tages-Anzeiger): in zwei, drei Jahren wird der TGV Rhin-Rhône mit 320 km/h von Belfort nach Dijon rasen und damit die Reisezeit von Zürich nach Paris auf 4 Stunden senken.

Quelle: Tages-Anzeiger vom 27. Mai 2008

Der Anschluss der Schweiz an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz ist in Umsetzung (vgl. Grafik oben), leider lassen sich die deutschen Bähnler viel Zeit bis zur vollständigen Elektrifizierung des Abschnitts Lindau-München viel Zeit. Bei dieser Gelegenheit muss man aber auch festhalten, dass ein Ausbau der Eisenbahn-Fernstrecken eine feine Sache ist, dabei aber die (grossen) Verkehrsprobleme der Agglomerationen nicht vergessen werden dürfen.


Schulbusse - Die sicherste Form der Beförderung für Kinder

Schulbus

Alle Jahre wieder veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Deutschland) die Zahlen zu den Strassenverkehrsunfällen und vergleicht die Verkehrsmittel miteinander.

Das Resultat ist immer wieder das gleiche: Busse und Schulbusse zählen zu den sichersten Verkehrmitteln des Landes.

Dies steht im Gegensatz zu der Meinung vieler Eltern. Fragt man die nach dem sichersten Transportmittel für ihre Kinder, heisst es oft: "Der Pkw natürlich." Doch gerade der Pkw ist sehr häufig in Unfälle verwickelt.

Die Gründe für die hohe Sicherheit der Busse mögen vielfältig sein. Bestimmt zählt dazu die gute Ausbildung der Fahrer. Weiters verfügen viele Busse über drei unabhängig voneinander wirkende Bremssysteme: Eine Radbremse mit Anti-Blockier-System, eine Motorbremse und einen Retarder (zusätzliches, verschleissfreies Bremssystem). Die Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) verhindert ausserdem, dass die Räder bei der Anfahrt auf glattem oder instabilem Untergrund durchdrehen und der Bus seitlich wegrutscht. Auch der Tempomat darf bei einem Bus nicht fehlen. Er sorgt dafür, dass der Bus eine bestimmte Geschwindigkeit nicht überschreitet.


ÖV soll attraktiver werden - oder ist er das schon?

Bestimmt würden viele Leute gleich zum nächsten Bahnhof oder zur nächsten Bushaltestelle rennen, wären da nicht dies und jenes.

"(Arbeits-)Zeit ist Geld"
Zum einen gibt es die Tatsache, dass eine Bahnfahrt von zu Hause bis zur Arbeit zum Beispiel 1 Stunde dauert und man mit dem Auto in 30 Minuten am Ziel ist. Würde der Zug in 25 Minuten sein Ziel erreichen, gäbe es im Zug Umsteiger-Partys :-)
Allerdings bleibt das Problem, dass der Bahnhof zu Fuss noch 20 Minuten vom Arbeitsort entfernt ist. Mit dem Chef schimpfen nützt da nichts (und ist auch nicht zu empfehlen). Alternativ kann man sich mit Bus und Fahrrad fortbewegen, man spart damit schon gewaltig Zeit und tut sich und der Umwelt gut.

"Geld ist wertvoll"
Viele denken, dass das Zugfahren teurer ist als wenn man mit dem Auto herumdüst. Ein Vorurteil, dass bei längeren Strecken sicher nicht stimmt. Und bei kürzeren Strecken, lohnt sich nicht mal Autofahren. Laufen oder Velofahren tut bestimmt gut. Zudem gibt es da bestimmt keine Raser. Ausser man befindet sich auf einer Rennstrecke.
Oder sollte man GAs ab 800 Franken einführen, wie Petar es sich wünscht?

"Der öffentliche Verkehr soll attraktiver werden"
Jemand muss uns doch überzeugen, dass der ÖV besser ist als das Auto. Das kann niemand besser als er selbst. Tirol ist noch weit entfernt von dem tollen System, das wir in der Schweiz haben. Warum also nicht einfach mal von diesem profitieren, wenn doch Zugfahren in der Schweiz schon so günstig ist? Innovatives haben wir, nur brauchen will das anscheinend keiner.


Der Kluge reist im Zuge!

Headline CashDaily vom 3. April 2008 Handelt es sich hier um ein Sprichwort oder um eine Volksweisheit? In der heutigen Ausgabe des Schweizer Gratisblatts CashDaily lautet die Headline sinngemäss: "Der kluge Manager reist jetzt im Zuge" - Fragt sich nur wieso erst jetzt? Schnelle Züge und gute Städteverbindungen gibt es nicht erst seit dem Jahr 2008. Reto von NachaltigBeobachtet schrieb hier über Citytrip, die ganz offen die Vorteile der Bahn bei Distanzen bis ca. 700 km kommunizieren. Und dass man(n) solche Trips nicht mit dem Auto macht versteht sich von selbst.


Umfrage: Was hindert Dich daran, auf Dein Auto zu verzichten?

Es gibt Situationen, in welchen man nicht auf ein eigenes Auto verzichten kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man an einem abgelegenen Ort wohnt, welcher nicht oder nur minimal durch den Öffentlichen Verkehr erschlossen ist.

Doch auch in Städten gibt es nach wie vor Menschen, welche lieber mit dem (teureren) Auto unterwegs sind, statt auf den (günstigeren) ÖV umzusteigen. So ganz verstehe ich die Gründe, welche dahinter stecken, nicht.

Deshalb richtet sich dieser Artikel an alle jene Stadtautofahrer, welche auch in Zürich, Basel, Wien, Innsbruck, München oder Berlin nicht den Bus, die Strassenbahn, die S-Bahn oder das Fahrrad benutzen sondern mit den eigenen vier Rädern die Umwelt verschmutzen durch die Gegend fahren:

Was hindert Dich daran, auf Dein eigenes Auto zu verzichten?

oder anders gefragt

Was hindert Dich daran, auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen?

Ich bin gespannt auf eure zahlreichen Antworten im Kommentarbereich! :)

Und da ich mit diesem Artikel nicht unbedingt viele Autofahrer erreiche, sondern eher die Autolosen, stelle ich diese Frage auch gleich auf brainr.de und werde die Antworten in einem späteren Artikel zusammenfassen.

Ausserdem würde es mich freuen, wenn ihr den Link zu dieser Umfrage gleich an Freunde und Bekannte weiterschicken würdet: http://blog.autolos.com/stories/24287/


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Aktuelle Kommentare

Ja!
Andreas Kyriacou • 2008-10-15 20:53

ok, verstehe. Es wäre doch...
Florin Jaeger • 2008-10-12 20:53

Fristen
Andreas Kyriacou • 2008-10-11 18:44

die Geschichte mit dem georfeigten...
velofahrer • 2008-10-11 08:43

Der voraussichtliche Abstimmungstermin...
Georg Birkner • 2008-10-09 21:14

tolles Sammelergebnis - Gratuliere!...
Florin Jaeger • 2008-10-09 10:57

Solchen Spam möchte ich auch...
Florian Schreier • 2008-10-06 12:55

kann mich an dein posting erinnern...
Florin Jaeger • 2008-10-03 15:25

tja...
chm • 2008-10-03 13:10

Medien?
Andreas Hobi • 2008-09-21 13:51

das ist der moderne way of life,...
fussgänger • 2008-09-17 22:11

Schon lange autolos
LM • 2008-09-15 14:56

@Dave: danke für dein feedback...
Florin Jaeger • 2008-09-15 14:32

Das ultimative Velo
dave • 2008-09-15 09:53

brainstorming klingt gut - werde...
Florin Jaeger • 2008-09-11 11:39

Gesucht: kein Auto, aber das ultimative...
Martin • 2008-09-10 22:37

anti-suv-initiative - brainstorming...
amade.ch • 2008-09-10 17:13

auf jeden Fall
alex • 2008-09-09 12:51

den labelgedanken finde ich echt...
Pidi • 2008-09-08 09:41

PARK(ing)
Georg • 2008-09-05 10:15

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