Acht Tipps für sicheres Velofahren
08:13 | von: Florian Schreier | abgelegt unter: velo
Inspiriert von zwei Artikeln von US-amerikanischen Blogs über sicheres Velofahren, habe ich mir einmal selber darüber Gedanken gemacht, wie ich meine Sicherheit erhöhen kann. Entstanden ist diese, natürlich nicht abschliessende Sammlung von acht Tipps.
Schütze dich! Auch wenn der Helm nicht obligatorisch ist, er schützt.
Nicht eintauchen. Bei Parklücken nicht eintauchen und dann wieder (für die Nachfolgenden unerwartet) auftauchen. Sicherlich kannst du bei längeren "Löchern" etwas mehr über die Parkplatzlinie fahren, aber danach Vorsicht beim wieder herausfahren.
Richtungswechsel anzeigen! Blinken ist auch für Velofahrer obligatorisch. Blinken sorgt für Sicherheit, denn so wird man in einer Linkskurve nicht überholt, kann Überholmanöver anzeigen und hilft den Nachfolgenden unerwartete Bremsmanöver vorherzusehen.
Shoulder check. Eigentlich das einfachste, aber oft sehr nützlich. Bevor du irgendetwas wie Abbieten oder Überholen machst, immer kurz über die linke Schulter schauen. Hilft übrigens auch, um zu sehen, wie nahe ein folgendes Auto ist und wie viel Platz noch da ist.
Licht an. Licht ist unverzichtbar. Im Dunkeln sieht man Velorfahrer ohne Licht überhaupt nicht - das ist gefährlich.
Nimm dir Platz! Der Abstand zum rechten Strassenrand sollte genügend gross sein. Nicht, um Autofahrer zu ärgern, aber damit du eine Sicherheitsmarge hast und du gesehen wirst. Eine gute Position in der Spur und auf der Strasse verhindert, dass du unnötig und gefährlich überholt wirst. Besonders im langsamen Verkehr und wenn du das Tempo mitfahren kannst, ist eine Position in der Spurmitte sicherlich empfehlenswert.
Nimm dir Zeit! Lieber einmal jemand anderem den Vortritt lassen, als sich immer durchzudrücken. Natürlich darf jede und jeder Volldampf durch die Strassen düsen, aber immer mit offenen Augen. Wer sich Zeit nimmt, spart sich auch Ärger und Aufregung.
Schau dich um. Wenn du in die Mitte der Spur schwenkst, damit du eine bessere Position bekommst, schau dich auf jeden Fall um. Eine Idee davon zu haben, wer ungefähr wo wie um dich herum fährt ist sehr nützlich. Denn so kannst du frühzeitig gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen.
Fotos von FALHakaFalLin und fprado auf Flickr
Schütze dich! Auch wenn der Helm nicht obligatorisch ist, er schützt.Nicht eintauchen. Bei Parklücken nicht eintauchen und dann wieder (für die Nachfolgenden unerwartet) auftauchen. Sicherlich kannst du bei längeren "Löchern" etwas mehr über die Parkplatzlinie fahren, aber danach Vorsicht beim wieder herausfahren.
Richtungswechsel anzeigen! Blinken ist auch für Velofahrer obligatorisch. Blinken sorgt für Sicherheit, denn so wird man in einer Linkskurve nicht überholt, kann Überholmanöver anzeigen und hilft den Nachfolgenden unerwartete Bremsmanöver vorherzusehen.
Shoulder check. Eigentlich das einfachste, aber oft sehr nützlich. Bevor du irgendetwas wie Abbieten oder Überholen machst, immer kurz über die linke Schulter schauen. Hilft übrigens auch, um zu sehen, wie nahe ein folgendes Auto ist und wie viel Platz noch da ist.
Licht an. Licht ist unverzichtbar. Im Dunkeln sieht man Velorfahrer ohne Licht überhaupt nicht - das ist gefährlich.
Nimm dir Platz! Der Abstand zum rechten Strassenrand sollte genügend gross sein. Nicht, um Autofahrer zu ärgern, aber damit du eine Sicherheitsmarge hast und du gesehen wirst. Eine gute Position in der Spur und auf der Strasse verhindert, dass du unnötig und gefährlich überholt wirst. Besonders im langsamen Verkehr und wenn du das Tempo mitfahren kannst, ist eine Position in der Spurmitte sicherlich empfehlenswert.Nimm dir Zeit! Lieber einmal jemand anderem den Vortritt lassen, als sich immer durchzudrücken. Natürlich darf jede und jeder Volldampf durch die Strassen düsen, aber immer mit offenen Augen. Wer sich Zeit nimmt, spart sich auch Ärger und Aufregung.
Schau dich um. Wenn du in die Mitte der Spur schwenkst, damit du eine bessere Position bekommst, schau dich auf jeden Fall um. Eine Idee davon zu haben, wer ungefähr wo wie um dich herum fährt ist sehr nützlich. Denn so kannst du frühzeitig gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen.
Fotos von FALHakaFalLin und fprado auf Flickr
Tags: stadtweg sicherheit langsamverkehr biketowork fahrrad pendler autolos






Wovor schützt ein Helm? Vor Unfällen sicherlich nicht – einen Unfall verhindern ist aber immer besser, als die Folgen abzumildern (und es ist durchaus fraglich, ob ein Fahrrad"helm" dazu überhaupt in der Lage ist – cyclehelmets.org ist sehr informativ).
Wie blinke ich mit dem Fahrrad? Zumindest in D sind Fahrtrichtungsanzeiger an Fahrrädern gar nicht erlaubt und können damit nicht benutzt werden. Natürlich können Handzeichen je nach Verkehrssituation hilfreich sein, zumindest in D sind sie aber nicht obligatorisch. Ich würde den Punkt ja eher "Fahre eindeutig und berechenbar" nennen. Der stammt aus den "10 Geboten für sicheres Radfahren" von Bernd Sluka et. al., die ich zur ergänzenden Lektüre dringend empfehle: http://bernd.sluka.de/Radfahren/10Gebote.html
Das Gehupe nehme ich in Kauf, als mich per gelb gestrichelter Linie, wenn überhaupt vorhanden, an den Rand drängen zu lassen.
Diese "Radstreifen" sind nur dafür da, damit Autofahrer den gesetzlichen Mindestabstand beim Überholen von Velofahrern nicht einhalten müssen. Für Velofahrer sind sie keinerlei Sicherheitsgewinn. Im Gegenteil. Sie nutzen nur Behörden, damit diese sich als Gutmenschen fühlen können.
Bei diesen massiven Sicherheitsunterschieden soll ich meine Kinder noch vorschreiben, dass sie einen Helm tragen sollen? Geradezu lächerlich.
Meine Konsequenz: ich habe meine Kinder bei der Pfadi abgemeldet. Das ist nur was für Kinder mit Elterntaxi.
- Wo ein komplettes Linkssabbiegeverbot signalisiert ist, biegst auch Du nicht nach links ab.
- Sicherheitslinien und Sperrflächen gelten für alle Fahrzeugtypen, auch Velos.
- Fahrräder haben im Kreisel keine anderen Rechte als ein Pkw oder ein Motorrad (d.h. das Fahrzeug IM Kreisel hat immer Vortritt, ausser es wird durch Ampeln anders geregelt, z.B. bei Trams). Auch sie müssen das Verlassen des Kreisels signalisieren (ausser Trams), und sollen bei einspurigen Kreiseln in der Mitte der Spur fahren, bei mehrspurigen Kreiseln auf der äusseren Spur.
- Keine Musik beim Velofahren hören. Dann hört man den Rest des Verkehrs nicht mehr, unter anderem auch die Ambulanz nicht, die bei rot über die Kreuzung darf. Und ein Toyota Prius ist auch bei leiser Musik beinahe lautlos, genauso wie ein Elektro-Trolleybus.
- Wenn vor einer Ampel nach rechts abgebogen werden kann, überhole sicherheitshalber nicht rechts, und schon gar nicht via Trottoir, weil da niemand hinsieht. Gewisse Fahrzeuge brauchen wirklich die gesamte Fahrbahnbreite.
- Ein Trottoir ist in der Schweiz für Fussgänger reserviert, ausser wenn es anders signalisiert ist.
- Taschen gehören auf den Gepäckträger oder in den Rucksack, aber nicht an den Lenker (oder man hält sie mit einer Hand), da man so das Lenkverhalten ganz erheblich beeinflusst.
- Telefonieren mit Handy am Ohr ist auch auf dem Velo verboten, mit gutem Grund. Bei Bluetooth-Headsets gelten die gleichen Warnhweise wie beim Musikhören.
- Beim Velofahren nicht auch noch einen Regenschirm mit einer Hand halten, sondern lieber riskieren, nass zu werden. Die Kleider kann man immer noch zum Trocknen aufhängen, ausser eine Windböe hat den Radfahrer auf die zweite Spur geweht, wo gerade ein Lastwagen gekommen ist.