Gleich lange Spiesse für Auto und Tram
07:00 | von: Georg Birkner | abgelegt unter: öv
Am 30. November darf die Bevölkerung des Kantons Zürich u.a. über die Volksinitiative „Mit dem Tram direkt zum Zoo“ abstimmen. Auf den ersten Blick scheint die Vorlage nicht wirklich dringlich. Wer es schafft, im Zoo herumzuwandern, schafft es mutmasslich auch, die 350m von der Tramhaltestelle zum Haupteingang hinter sich zu bringen. Die Welt könnte also auch ohne einen direkten Anschluss des Zoos an den ÖV leben.
ABER (klar, kommt jetzt ein aber - wir sind schliesslich auf dem Autolos-Blog):
Es geht eben nicht nur um die paar hundert Meter, sondern um die Frage, welches Verkehrsmittel den einfachsten Zugang zum Zoo ermöglicht. Wie man auf dem Bild unten sieht, sind im Moment die Parkplätze ideal zwischen beiden Zooeingängen gelegen, was von der Tramhaltestelle nicht gerade behauptet werden kann (schwarze Schlaufe links im Bild). Für eine öffentliche Nutzung mit über 1.5 Millionen Besuchern im Jahr ist das in der heutigen Zeit eigentlich eine Unmöglichkeit. Bei der Abstimmung geht es also nicht primär um die Frage, ob ich als Nutzer den Weg von der Haltestelle zum Haupteigang zumutbar finde, sondern um die Frage, welches Verkehrsmittel der/die DurchschnittsbesucherInnen wählen, wenn sie den Zoo besuchen wollen.
Alles in allem lohnt sich also aus Sicht der Autofreien Zürcher der Gang an die Urne.
ABER (klar, kommt jetzt ein aber - wir sind schliesslich auf dem Autolos-Blog):
Es geht eben nicht nur um die paar hundert Meter, sondern um die Frage, welches Verkehrsmittel den einfachsten Zugang zum Zoo ermöglicht. Wie man auf dem Bild unten sieht, sind im Moment die Parkplätze ideal zwischen beiden Zooeingängen gelegen, was von der Tramhaltestelle nicht gerade behauptet werden kann (schwarze Schlaufe links im Bild). Für eine öffentliche Nutzung mit über 1.5 Millionen Besuchern im Jahr ist das in der heutigen Zeit eigentlich eine Unmöglichkeit. Bei der Abstimmung geht es also nicht primär um die Frage, ob ich als Nutzer den Weg von der Haltestelle zum Haupteigang zumutbar finde, sondern um die Frage, welches Verkehrsmittel der/die DurchschnittsbesucherInnen wählen, wenn sie den Zoo besuchen wollen.
Alles in allem lohnt sich also aus Sicht der Autofreien Zürcher der Gang an die Urne.
Tags: öv tram autolos zürich parkplätze






Deutlich klüger und günstiger wäre es, für das Parken Gebühren zu verlangen, oder (falls Gebühren schon bestehen) diese massiv zu erhöhen. Ich denke da an Preise von mehreren Franken pro Stunde.
So könnte man am effektivsten dafür sorgen, dass die Zoobesucher das Tram benutzen.
Meine Erfahrung ist, dass sich viele Autofahrer sehr wohl stärker von Bequemlichkeit als von hohen Kosten lenken lassen. Sonst würde ja kein Mensch mehr von Basel nach Zürich pendeln!
Auch sind mir prohibitiv hohe Gebüren, die nur noch Menschen zahlen können, für die Geld keine Rolle spielt, relativ unsympathisch. Bin also noch nicht überzeugt, dass Dein Vorschlag "deutlich klüger" ist...