Autofrei Wohnen-Projekte als Anschauungsbeispiele - Teil #5
Im September wurde das Thema Autofrei Wohnen hier auf AUTOLOS lanciert. Dazu gab es einige Kommentare wie auch diesen hier, welcher meint, es brauche nicht spezielle autofreie Siedlungen mit exklusivem öV-Anschluss, da die Schweiz sowieso schon perfekt geeignet ist für autofreies Wohnen. Dies ist grundsätzlich richtig und es gibt sicherlich viele autofrei lebende Menschen, die nicht unbedingt in eine der nun auch hierzulande entstehenden Autofrei Wohnen-Siedlungen einziehen wollen.
Im Frühjahr 2008 hat der Club der Autofreien und Fussverkehr Schweiz zusammen mit VertreterInnen von lokalen Initiativen, Planungsfachleuten und Behördenmitgliedern das Netzwerk Autofrei Wohnen Schweiz gegründet mit dem Ziel, durch Erfahrungsaustausch und Bearbeitung der Medien eine Dynamik in Gang zu setzen, welche neue Projekte begünstigt und das Thema an sich einen Schritt weiter bringt in der öffentlichen Wahrnehmung. Dadurch soll das Feld bereitet werden, dass auch Problemfelder wie die Frage der Pflichtparkplätze vermehrt diskutiert und Lösungen bei den Behörden angestossen werden können.
Autofrei Wohnen-Quartiere liefern Bilder, die uns bisher in der Schweiz fehlen. Mit ihnen können wir anschaulich zeigen, dass es überhaupt ohne Auto geht. Vorerst müssen wir uns bei der Netzwerkarbeit darauf beschränken, Baugruben anzuschauen - wie bei unserem nächsten Anlass in Bern-Bümpliz (Link zu Programm), wo wir am 4. November mit der Siedlung Burgunder das erste Autofrei Wohnen-Projekt der Schweiz besichtigen werden (download Medienmitteilung, PDF file).
Die Teilnehmenden der anderen lokalen Projekte sollen vom anschliessenden Erfahrungsaustausch profitieren. Sie werden beispielsweise hören, wie die Initianten vor Ort die Frage des vertraglichen Autoverzichts gelöst haben und was es dabei zu berücksichtigen gibt. Hand aufs Herz: wenn mehr und mehr Artikel über Projekte des Autofreien Wohnens in den Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, unterstützt dies wohl auch die uns durchaus sehr sympathische Idee, dass Hauseigentümer selber aktiv werden. Unser Fazit: die Lobby für das Autofreie Wohnen ist notwendig und wir arbeiten mit Überzeugung weiter daran!




