Zu Deiner Frage "Umnutzung von Pflichtparkplätzen" hier eine hübsche Möglichkeit mit dem Titel PARK(ing): http://www.rebargroup.org/projects/parking/
Wäre übrigens auch mal eine nette Aktion für den Club der Autofreien!
Etwas ernster: Pflichtparkplätze sind eben - wie der Name sagt - Pflicht. Das heisst, es ist im Prinzip vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, dass diese aufgelöst (oder bei Neubauten erst gar nicht erstellt) werden. In städtischen Lagen gibt es jedoch ziemlich viele Häuser, die de facto schon Parkplatzfrei und somit potenziell auch Autofrei sind. Ein pragmatischer Ansatz zum Thema autofreies Wohnen wäre, Hauseigentümer dazu zu bringen, ihre Mehrfamilienhäuser als "autofrei" zu deklarieren. Auf Einladung müsste eine externe Stelle die Rahmenbedingungen überprüfen und könnte danach ein Label als "ideales Haus für autofreie" vergeben. Danach würden als Bewohner nur noch autofreie aufgenommen. Der Effekt wäre ggf. effizienter, als neue Siedlungen unter dem Label "autofrei" zu erstellen, da die gut erschlossenen Lagen in der Schweiz ja schon weitgehend zugebaut sind und über Neubauten nur eine relativ geringe Anzahl Bewohner erreicht werden können.
> > > 2008-09-08 09:41 | Pidi antwortete auf diesen Kommentar mit:
den labelgedanken finde ich echt gut, bzw weiterverfolgenswert, doch wie bringt man herr und frau hauseigentümer dazu?
das zweite problem dürfte der juristische sein, angenommen ein autofreier mieter/stockwerkeigentümer kauft sich später ein auto kann er kaum aus der wohnung geworfen werden (zumindest sagen dies die juristen, die dies in zusammenhang mit dem autofreien wohnen in der stadt zürich untersucht haben, so sicher bin ich mir dabei aber nicht, bei genossenschaftswohnungen funktioniert dies ja auch) bzw. der nachweis, dass jemand kein auto besitzt (oder eben doch) ist nicht ganz einfach. aber irgendwelche "schwarzen schafe" gibt es ja immer und da die gesetzgebung hinterherhinkt, wieso nicht das ganze auf freiwilliger basis (aus sicht der hauseigentümerInnen) versuchen?
vielleicht findet sich auch eine lösung für solche liegenschaften mit autoabstellplätzen, der anreiz, in einem autofreien haus zu leben, ist möglicherweise für viele gross genug, einen parkplatz zu bezahlen ohne ihn zu benutzen oder sich zu überlegen, wie er andersweitig genuzt werden könnte. wäre spannend, ein, zwei grössere, bestehende liegenschaften (mit oder ohne abstellplätze) zu finden und in einem pilotprojekt abzuklären, wie gross die akzeptanz bei den mieterInnen ist und wie sich die rechtliche lage präsentiert.
Wäre übrigens auch mal eine nette Aktion für den Club der Autofreien!
Etwas ernster: Pflichtparkplätze sind eben - wie der Name sagt - Pflicht. Das heisst, es ist im Prinzip vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, dass diese aufgelöst (oder bei Neubauten erst gar nicht erstellt) werden. In städtischen Lagen gibt es jedoch ziemlich viele Häuser, die de facto schon Parkplatzfrei und somit potenziell auch Autofrei sind. Ein pragmatischer Ansatz zum Thema autofreies Wohnen wäre, Hauseigentümer dazu zu bringen, ihre Mehrfamilienhäuser als "autofrei" zu deklarieren. Auf Einladung müsste eine externe Stelle die Rahmenbedingungen überprüfen und könnte danach ein Label als "ideales Haus für autofreie" vergeben. Danach würden als Bewohner nur noch autofreie aufgenommen. Der Effekt wäre ggf. effizienter, als neue Siedlungen unter dem Label "autofrei" zu erstellen, da die gut erschlossenen Lagen in der Schweiz ja schon weitgehend zugebaut sind und über Neubauten nur eine relativ geringe Anzahl Bewohner erreicht werden können.
das zweite problem dürfte der juristische sein, angenommen ein autofreier mieter/stockwerkeigentümer kauft sich später ein auto kann er kaum aus der wohnung geworfen werden (zumindest sagen dies die juristen, die dies in zusammenhang mit dem autofreien wohnen in der stadt zürich untersucht haben, so sicher bin ich mir dabei aber nicht, bei genossenschaftswohnungen funktioniert dies ja auch) bzw. der nachweis, dass jemand kein auto besitzt (oder eben doch) ist nicht ganz einfach. aber irgendwelche "schwarzen schafe" gibt es ja immer und da die gesetzgebung hinterherhinkt, wieso nicht das ganze auf freiwilliger basis (aus sicht der hauseigentümerInnen) versuchen?
vielleicht findet sich auch eine lösung für solche liegenschaften mit autoabstellplätzen, der anreiz, in einem autofreien haus zu leben, ist möglicherweise für viele gross genug, einen parkplatz zu bezahlen ohne ihn zu benutzen oder sich zu überlegen, wie er andersweitig genuzt werden könnte. wäre spannend, ein, zwei grössere, bestehende liegenschaften (mit oder ohne abstellplätze) zu finden und in einem pilotprojekt abzuklären, wie gross die akzeptanz bei den mieterInnen ist und wie sich die rechtliche lage präsentiert.