Hallo autolos-Bloggers
genau vor zwei wochen konnte ich bei einer Besichtigung eines für das autofreie Wohnen geeigneten Areals wieder erfahren, woran es hauptsächlich liegt, dass es in der Schweiz noch kein einziges realisiertes Projekt gibt: die Investoren müssen zuallererst davon überzeugt werden, dass das autofreie Wohnen ein Markt ist. In einer Studie, welche von der Stadt und Kanton Bern, der Gemeinde Ostermundigen und dem VCS Bern in Auftrag gegeben wurde, konnte gezeigt werden, dass 8 Prozent der Haushalte in der Grossregion Bern bereit sind, die eigene Autofreiheit vertraglich festzuschreiben. Noch erstaunlicher: 3 Prozent sind als Autobesitzende sogar bereit, dieses abzuschaffen, wenn sie Aussicht haben auf eine Wohnung in einer Siedlung, welche alle Voraussetzungen mitbringt (öV-Anschluss, Einkaufen in der Nähe etc.). Mit dem neu gegründeten Netzwerk Autofrei Wohnen Schweiz wollen wir eben gerade solche Erkenntnisse öffentlich machen. Wenn ein konkretes Projekt erst einmal vorliegt, dann besteht die Chance, dass sich die Behörden kooperativ zeigen, wie das Beispiel an der Burgunderstrasse in Bern-Bümpliz zeigt. Damit will ich nicht gesagt haben, dass die Behörden überall so kooperativ sind wie in Bern, aber eine Bewegung in die richtige Richtung ist auch an anderen Orten spürbar.
> > > 2008-09-04 12:25 | autolos antwortete auf diesen Kommentar mit:
Das Thema AFW kann man auch aus einer etwas grösseren Distanz betrachten / diskutieren. Wenn wir aus der Vogelperspektive auf die Schweiz herunterschauen und das Mittelland ins Blickfeld rückt, wird sofort klar: Die Siedlungsstruktur in unserem kleinen Land ist dicht und die Verkehrserschliessung sehr gut. Also das Gegenteil von Texas oder sonst einer anderen weitläufigen Gegend auf dieser Erde... Das Land Schweiz eignet sich sehr gut fürs Autofreie Wohnen, da brauche ich nicht unbedingt eine spezielle autofreie Überbauung mit exklusivem öV Anschluss etc., im Vergleich zu anderen Ländern sind diese Vorausetzungen (fast) überall in der Schweiz gegeben. Die vielen Haushalte, die kein eigenes Auto haben bezeugen das.
genau vor zwei wochen konnte ich bei einer Besichtigung eines für das autofreie Wohnen geeigneten Areals wieder erfahren, woran es hauptsächlich liegt, dass es in der Schweiz noch kein einziges realisiertes Projekt gibt: die Investoren müssen zuallererst davon überzeugt werden, dass das autofreie Wohnen ein Markt ist. In einer Studie, welche von der Stadt und Kanton Bern, der Gemeinde Ostermundigen und dem VCS Bern in Auftrag gegeben wurde, konnte gezeigt werden, dass 8 Prozent der Haushalte in der Grossregion Bern bereit sind, die eigene Autofreiheit vertraglich festzuschreiben. Noch erstaunlicher: 3 Prozent sind als Autobesitzende sogar bereit, dieses abzuschaffen, wenn sie Aussicht haben auf eine Wohnung in einer Siedlung, welche alle Voraussetzungen mitbringt (öV-Anschluss, Einkaufen in der Nähe etc.). Mit dem neu gegründeten Netzwerk Autofrei Wohnen Schweiz wollen wir eben gerade solche Erkenntnisse öffentlich machen. Wenn ein konkretes Projekt erst einmal vorliegt, dann besteht die Chance, dass sich die Behörden kooperativ zeigen, wie das Beispiel an der Burgunderstrasse in Bern-Bümpliz zeigt. Damit will ich nicht gesagt haben, dass die Behörden überall so kooperativ sind wie in Bern, aber eine Bewegung in die richtige Richtung ist auch an anderen Orten spürbar.
Das Land Schweiz eignet sich sehr gut fürs Autofreie Wohnen, da brauche ich nicht unbedingt eine spezielle autofreie Überbauung mit exklusivem öV Anschluss etc., im Vergleich zu anderen Ländern sind diese Vorausetzungen (fast) überall in der Schweiz gegeben. Die vielen Haushalte, die kein eigenes Auto haben bezeugen das.