Im letzten Sommer gab es ebenfalls schon eine Preisanpassung, daran muss man sich vermutlich gewöhnen.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Car Sharing erlebe einen Boom? Mobility jedenfalls steht in der Schweiz allein da und wächst seit Jahren nicht mehr primär durch eigene Neukunden, sondern durch x Kooperationen mit Unternehmen. Diese Kooperationen führen dann leider dazu, dass Fahrzeuge die ganze Woche über nicht verfügbar sein, "mein" nächster Standort ist davon betroffen. Gleichzeitig bekundet Mobility auch Probleme mit einer Expansion bei den Standorten für die gewöhnlichen Kunden, da es nur vergleichsweise wenig Regionen gibt, die für eine gute Mobility-Abdeckung geeignet sind, mehrheitlich am Rand von Gross-Agglos. Ich bin gerne Mobility-Kunde, aber eine Erfolgsgeschichte sehe ich nicht, eher Stagnation auf enttäuschend tiefem Niveau.
> > > 2008-08-12 16:05 | Florin Jaeger antwortete auf diesen Kommentar mit:
> > > 2008-08-12 19:29 | Martin antwortete auf diesen Kommentar mit:
Wachstum von Mobility
Mobility wächst durchaus noch (siehe http://www.mobility.ch/upload/images/organigramm/Wachstumsgrafik_D.png), aber eben nicht mehr in erster Linie durch echte Mobility-Kunden, sondern die Kundengewinnung erfolgt auf anderen Wegen: Integration von RailLink in Mobility, Kooperation mit der Post (und anderen Unternehmen zur gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen), Click & Drive (also Mobility ohne Mobility-Mitgliedschaft), Business CarSharing für Unternehmen, usw.
Und es gibt wie erwähnt verschiedene Probleme: Gescheiterte Expansion ins Ausland (Mobility wäre vor einigen Jahren dadurch beinahe Pleite gegangen), geeignete Standorte sind mittlerweile rar (weil die rentablen Orte bereits bedient werden), Markt der echten Mobility-Kunden wohl weitgehend ausgereizt (auch wenn ständig von einem Potential von 500'000 die Rede ist). Je nach Autonutzung ist die Lücke zwischen eigenem Auto und Mobility ausserdem nicht mehr besonders gross; hat man erst einmal ein eigenes Auto gekauft und abgeschrieben, kann man dieses ja doch ziemlich günstig nutzen. Dann kommt es vor allem darauf an, ob man sonst noch ÖV nutzt, denn eigenes Auto plus ÖV lohnt sich üblicherweise nicht.
Ich sehe die Zukunft von Mobility nicht in klassischem Car Sharing, sondern in flexibler Vermietung von Fahrzeugkapazitäten. Mobility hat hier den Vorteil, dass man nicht wie die klassischen Vermieter auf einige wenige Standorte beschränkt ist, sondern an x Orten über Fahrzeuge verfügt. Die Auswahl pro Standort ist zwar sehr klein, aber für die meisten Fahrten genügt das problemlos.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Car Sharing erlebe einen Boom? Mobility jedenfalls steht in der Schweiz allein da und wächst seit Jahren nicht mehr primär durch eigene Neukunden, sondern durch x Kooperationen mit Unternehmen. Diese Kooperationen führen dann leider dazu, dass Fahrzeuge die ganze Woche über nicht verfügbar sein, "mein" nächster Standort ist davon betroffen. Gleichzeitig bekundet Mobility auch Probleme mit einer Expansion bei den Standorten für die gewöhnlichen Kunden, da es nur vergleichsweise wenig Regionen gibt, die für eine gute Mobility-Abdeckung geeignet sind, mehrheitlich am Rand von Gross-Agglos. Ich bin gerne Mobility-Kunde, aber eine Erfolgsgeschichte sehe ich nicht, eher Stagnation auf enttäuschend tiefem Niveau.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/mobility_carsharing_denzel_drive_1.643945.html
Und es gibt wie erwähnt verschiedene Probleme: Gescheiterte Expansion ins Ausland (Mobility wäre vor einigen Jahren dadurch beinahe Pleite gegangen), geeignete Standorte sind mittlerweile rar (weil die rentablen Orte bereits bedient werden), Markt der echten Mobility-Kunden wohl weitgehend ausgereizt (auch wenn ständig von einem Potential von 500'000 die Rede ist). Je nach Autonutzung ist die Lücke zwischen eigenem Auto und Mobility ausserdem nicht mehr besonders gross; hat man erst einmal ein eigenes Auto gekauft und abgeschrieben, kann man dieses ja doch ziemlich günstig nutzen. Dann kommt es vor allem darauf an, ob man sonst noch ÖV nutzt, denn eigenes Auto plus ÖV lohnt sich üblicherweise nicht.
Ich sehe die Zukunft von Mobility nicht in klassischem Car Sharing, sondern in flexibler Vermietung von Fahrzeugkapazitäten. Mobility hat hier den Vorteil, dass man nicht wie die klassischen Vermieter auf einige wenige Standorte beschränkt ist, sondern an x Orten über Fahrzeuge verfügt. Die Auswahl pro Standort ist zwar sehr klein, aber für die meisten Fahrten genügt das problemlos.