Mobility erhöht Preise pro Kilometer wegen den hohen Benzinpreisen
Die stetig steigenden Benzinpreise zwingen uns, den Kilometertarif per 08. September 2008 um 2 Rappen pro Kilometer für die ersten 100 km und 1 Rappen pro Kilometer ab dem 101. km jeder Fahrt zu erhöhen. Hier die Meldung auf der Mobility Website.
Die Meldung über gesunkene Treibstoffpreise letzte Woche. Mal sehen, wie sich die Benzinpreise bis zum 8. September weiterentwickeln werden...
Tags: schweiz erdöl carsharing mobility





Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Car Sharing erlebe einen Boom? Mobility jedenfalls steht in der Schweiz allein da und wächst seit Jahren nicht mehr primär durch eigene Neukunden, sondern durch x Kooperationen mit Unternehmen. Diese Kooperationen führen dann leider dazu, dass Fahrzeuge die ganze Woche über nicht verfügbar sein, "mein" nächster Standort ist davon betroffen. Gleichzeitig bekundet Mobility auch Probleme mit einer Expansion bei den Standorten für die gewöhnlichen Kunden, da es nur vergleichsweise wenig Regionen gibt, die für eine gute Mobility-Abdeckung geeignet sind, mehrheitlich am Rand von Gross-Agglos. Ich bin gerne Mobility-Kunde, aber eine Erfolgsgeschichte sehe ich nicht, eher Stagnation auf enttäuschend tiefem Niveau.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/mobility_carsharing_denzel_drive_1.643945.html
Und es gibt wie erwähnt verschiedene Probleme: Gescheiterte Expansion ins Ausland (Mobility wäre vor einigen Jahren dadurch beinahe Pleite gegangen), geeignete Standorte sind mittlerweile rar (weil die rentablen Orte bereits bedient werden), Markt der echten Mobility-Kunden wohl weitgehend ausgereizt (auch wenn ständig von einem Potential von 500'000 die Rede ist). Je nach Autonutzung ist die Lücke zwischen eigenem Auto und Mobility ausserdem nicht mehr besonders gross; hat man erst einmal ein eigenes Auto gekauft und abgeschrieben, kann man dieses ja doch ziemlich günstig nutzen. Dann kommt es vor allem darauf an, ob man sonst noch ÖV nutzt, denn eigenes Auto plus ÖV lohnt sich üblicherweise nicht.
Ich sehe die Zukunft von Mobility nicht in klassischem Car Sharing, sondern in flexibler Vermietung von Fahrzeugkapazitäten. Mobility hat hier den Vorteil, dass man nicht wie die klassischen Vermieter auf einige wenige Standorte beschränkt ist, sondern an x Orten über Fahrzeuge verfügt. Die Auswahl pro Standort ist zwar sehr klein, aber für die meisten Fahrten genügt das problemlos.