Klimakiller auf 2 Rädern - Alternative E-Scooter
Unter dem Motto NewRide werden seit einigen Monaten Zweiräder mit Elektroantrieb beworben. E-Scooters sind eine wirklich sinnvolle Alternative zum stinkigen Benziner aber leider werden diese Elektro Roller sehr stiefmütterlich behandelt und im Handel kaum vertrieben. An der Swiss-Moto im Februar 2008 wurde auf verschiedene E-Scooter Modelle hingewiesen (Liste aller Modelle hier drüben als PDF), zum Beispiel:
- IO e-scooter - verschiedene Modelle lieferbar, siehe hier und hier und hier
- Vespino - auch hier verschiedene Modelle in unterschiedlichen Preisklassen
Tags: treibstoffe stadt links e-bike international technologie





Äh, das kommt dann schon drauf an, woher der Strom kommt, der die Dinger antreiben soll...
Deine Recherche bezüglich Rollern ist etwas mangelhaft. Die Mehrheit der heute sich im Einsatz befindlichen Roller sind 4-Takter. Nur ältere Modelle wie die ach so coolen Vespas sind teilweise noch 2-Takter und die Mofas, die es nicht mehr beim Händler zu kaufen gibt. Der Rest ist ausschliesslich 4-Takter. Selbst ein Motorrad braucht weniger Benzin als irgendein Auto.
Meine Honda benötigt bei rassiger Fahrweise 3l/100km. Viertakter und stinkt kein bisschen, ausser wenn er länger in der Garage stand.
Man kann auch alles verteufeln, ein Elektro-Roller wird kaum eine bessere Energiebilanz vorweisen, womöglich sogar noch die schlechtere, da heutiger Atomstrom nur noch eine klein wenig bessere Energiebilanz aufweist als Strom mit Kohle o. ä.
Wasserkraft ist leider zuwenig im Stromnetz.
Mengen allerdings (noch) bedenklich hoch (...)" - Ich denke, dass hier technisch noch einiges möglich wäre, aber solange die Vorschriften lasch sind werden die Schadstoffe nicht reduziert.
EMPA 1/2006 (Medienmitteilung):
„Motorräder stossen insgesamt deutlich mehr Schadstoffe aus als mit Benzin betriebene
Personenwagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Empa-Forscher Ana-
Marija Vasic und Martin Weilenmann, die hierfür die Abgasemissionen von acht
verschiedenen Töffs mit denjenigen von 17 Personenwagen verglichen. Die Studie ist
soeben im Fachblatt „Environmental Science & Technology“ erschienen. Sowohl
Zweitakter als auch Viertakter schnitten deutlich schlechter ab als die untersuchten
Benzinautos. Besonders gravierend war der Unterschied beim Ausstoss an Kohlenwasserstoffen: Das durchschnittliche 2-Rad stösst pro Kilometer innerorts rund 222-
mal mehr aus als das durchschnittliche Auto. Rechnet man dies auf die Flotten der im
Jahr 2001 verkauften Töffs bzw. Autos um, sind die 2-Räder noch 16-mal schlechter.
Bei Überlandfahrten sinkt die Quote auf „nur“ noch 4:1. Aber auch Kohlenmonoxid
emittieren die Motorräder rund dreimal mehr als Autos.“
Die anderen Schadstoffe können meines Wissens nur durch ungenügende Verbrennung oder durch viel Ölverbrauch kommen. So genau kenne ich mich nicht aus. Was ich aber weiss ist, dass ich in den 3 Jahren die meine Motorrad nun im Einsatz ist, noch nie einen Tropfen Öl nachgiessen musste.
"Besonders gravierend war der Unterschied beim Ausstoss an Kohlenwasserstoffen: Das durchschnittliche 2-Rad stösst pro Kilometer innerorts rund 222-
mal mehr aus als das durchschnittliche Auto."
Ich bin kein Chemiker, aber Kohlenwasserstoffe ist, das was ich verbrenne im Verbrennungsmotor. Das deutet für mich darauf hin, dass man dem Text nicht allzuviel glauben schenken kann.
Bitte vollständig zitieren! Quelle: Publikation Buwal 2/1997 (11 Jahre alt)
Im Artikel steht ganz klar, das die Werte heute nicht mehr gelten, auch andere Vorschriften gelten als damals.
„alte Töffs mit neuen Autos verglichen, nämlich Scooter der Baujahre 1993 bis 1998
mit 17 Personenwagen, die dem EURO-3-Standard entsprechen“ (Lit. IG Mot.).
Für die getesteten Motorräder galten somit Vorgängergrenzwerte mit deutlich höheren
Schadstofftoleranzen (EURO 1, FAV 3). In diesem Zusammenhang ist auch nicht nachvollziehbar,
dass die Ergebnisse „auf die Flotten der im Jahr 2001 verkauften Töffs
bzw. Autos“ (EMPA, s.o.) hochgerechnet wurden.