3 Wege, um am besten ohne Auto in Deutschland zu leben
Eine kleine Hochrechnung
Eine junge Frau fährt durchschnittlich 12'000km im Jahr (Durchschnittsverbrauch 7l). Pro Jahr gibt sie 1'260 Euro für Benzin aus und das Auto verliert jährlich 2'500 Euro an Wert. Zusätzlich zu anderen Kostenverursachern wie Reperaturen und Versicherungen belaufen sich die Jahreskosten auf 5'440 Euro pro Jahr - umgerechnet etwas über 8700 Franken! Jemand anders zahlt doppelt so viel: 9'330 Euro (14'928 Franken). Es entstehen also Kosten, die man lieber für Ferien oder andere Dinge ausgegeben hätte.
Check 1: Ohne Auto
Eine Familie hat ganze zwei Autos. Keine Seltenheit, aber gerade deswegen gehen sie nie in die Ferien. Der Golf (3'200 Euro) und der Ford (4'000 Euro) kosten einfach zu viel. Sie wollen einen ganzen Tag auf Auto verzichten, um zu sehen, ob sich das lohnt. Der Vater geht mit dem Velo zur Arbeit. Warum er das bisher nicht getan hat, ist mir schleierhaft. Sind ja nur 15 Minuten. Währenddessen geht die Mutter mit dem einen Sohn zum Sportplatz, anschliessend geht es zu Aldi.
Der Vergleich am Schluss ist eindeutig: Anstatt 4'000 Euro im Jahr kann man fünf mal in der Woche Taxi fahren und hat trotzdem noch 2'100 Euro übrig. Wahnsinn. Die Familie kam dann zu dem Ergebnis, dass sie auf ein Auto verzichten können. Immerhin. Einen Mengenrabatt fürs Taxifahren gibts übrigens nicht.
Was leider nicht erwähnt wird: Der öffentliche Verkehr mit den Vertretern Bus und Bahn. In Deutschland gibt es wohl zu wenige Verbindungen in Kleinstädten. Hier in der Schweiz würde ich gar nicht erst auf das Taxi kommen, sondern gleich ein Busabo lösen.
Check 2: Fahrgemeinschaften
Für die Strecke Köln-Berlin muss man 70 Euro für Benzin berappen. Da kam einer Studentin die Idee, mal für das Fernsehen Fahrgemeinschaften auszuprobieren. Die Leute dafür finden sich auf speziellen Internetseiten.
Es fahren insgesamt drei Personen mit, jede/-r zahlt 30 Euro, was 20 Euro Gewinn entspricht (Benzinkosten abgezogen). Ob sich das lohnt? Vergleich: Ein Berufspendler kann dank Fahrgemeinschaften 1/3 der Benzinkosten einsparen.
Check 3: CarSharing
CarSharing ist nicht nur in der Schweiz sehr beliebt, auch in unserem Nachbarland ist dies der neue Trend. Dort ist das Preissystem etwa so aufgebaut: Man zahlt 15 Euro Grundgebühr im Monat und kann dann im Internet ein Auto am nächstgelegenen Standort reservieren. Man muss dann so ungefährt drei bis acht Euro pro Stunde bezahlen. Also so in etwa wie hier. Damit lassen sich dann auch mehrere Tausend Euro im Jahr einsparen. Der Haken:
In Deutschland bieten rund 100 eigenständige Anbieter CarSharing an. Die Zahl der Kunden und Kundinnen im CarSharing ist in den letzten 15 Jahren mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten angestiegen.
Es gibt also nicht mal hundert neue Kunde pro Jahr, CarSharing ist noch nicht so angekommen im Vergleich zur Schweiz, wo es einen Anbieter (Mobility) mit ziemlich vielen Kunden und Standorten gibt.
(M)ein Fazit
Wer trotz den immensen Kosten nicht auf das eigene Auto verzichten kann, ist mit Fahrgemeinschaften gut bedient. Wer auch ohne Auto zurecht kommt, weiss den öffentlichen Verkehr zu schätzen. Wir sind wohl die Pioniere des autolosen Erfolgs ;-)
Nicht zu vergessen ist das CarSharing. Wo man mit dem öV nicht hinkommt, kann man mit einem Mobility-Auto durch die Gegend flitzen.
Tags: mobility verzicht bahn carsharing deutschland stadt öv autolos bus taxi velo





auch ich lese seit neuesten diesen Blog sehr aufmerksam und habe einmal überlegt wie wichtig mir mein Auto noch ist. Wenn ich auf Bus im Stadtverkehr (Jahreskarte) und Bahn im Fernverkehr umsteige, so könnte ich mir tausende EURs im Jahr sparen (Kredit dazugerechnet). Mein Rad gibts ja auch noch.
Carsharing kannte ich noch nicht und die Idee finde ich genial.
Mein Auto wird dieses Jahr verkauft. Somit
1. bin ich schuldenfrei
2. spare viel Geld
3. verpeste die Umwelt ein Stück weniger
Sicherlich gibt es Situationen in welchen ein Auto Sinn macht. Dafür aber so viel Geld auszugeben ist mir zuviel.