80% der Ackerbaufläche für Agrosprit?!
08:20 | von: Florian Schreier | abgelegt unter: agrartreibstoffe
Eine ETH-Studie hat untersucht, ab welchem Energiepreis, die Landwirtschaft auf die Produktion von Agrosprit umsteigen würde.
Damit Schweizer Raps und Mais ohne Subventionen bei der Produktion von Agroethanol wettbewerbsfähig sind, müssten sich aber die Preise bei den fossilen Treibstoffen erheblich verteuern. So müsste Diesel etwa fünfzig Rappen teurer werden. Benzin und Heizöl müssten gar einen Franken pro Liter mehr kosten.
Würde der Preis pro Liter Benzin an der Zapfsäule über 2.70 SFr. steigen, so würde der Anbau von der Rohstoffe in der Schweiz bedeutend. Mit rund 15 % der Ackerfläche würde dann statt Nahrungsmittel, Treibstoffe hergestellt. Allerdings müssten einheimische Produzenten vor dem ausländischen Angebot geschützt werden. Bei einem Preis von 3.80 SFr. würde sogar 80 % der Ackerbaufläche für Agrotreibstoffe verwendet.
Daran sieht man, dass Bio- oder eben Agrosprit nicht zwingend umweltfreundlich sein muss. Würde nämlich der Flächenanteil für die Nahrungsproduktion schwinden, so müssten Lebensmittel importiert werden, was natürlich wiederum mit CO2-Emissionen verbunden ist.
Interessant ist auch ein anderes Verfahren, als die Ethanolerzeugung aus Mais oder Raps. Biomass To Liquid (engl. Biomasse zu Flüssigkeit) ist ein Verfahren, dass aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Stroh, also aus fester cellulosehaltiger Biomasse, Treibstoff herstellen kann. Allerdings ist die Forschung noch recht am Anfang und das Verfahren ist sehr aufwändig, hat aber immense Vorteile:
Damit Schweizer Raps und Mais ohne Subventionen bei der Produktion von Agroethanol wettbewerbsfähig sind, müssten sich aber die Preise bei den fossilen Treibstoffen erheblich verteuern. So müsste Diesel etwa fünfzig Rappen teurer werden. Benzin und Heizöl müssten gar einen Franken pro Liter mehr kosten.
Würde der Preis pro Liter Benzin an der Zapfsäule über 2.70 SFr. steigen, so würde der Anbau von der Rohstoffe in der Schweiz bedeutend. Mit rund 15 % der Ackerfläche würde dann statt Nahrungsmittel, Treibstoffe hergestellt. Allerdings müssten einheimische Produzenten vor dem ausländischen Angebot geschützt werden. Bei einem Preis von 3.80 SFr. würde sogar 80 % der Ackerbaufläche für Agrotreibstoffe verwendet.
Daran sieht man, dass Bio- oder eben Agrosprit nicht zwingend umweltfreundlich sein muss. Würde nämlich der Flächenanteil für die Nahrungsproduktion schwinden, so müssten Lebensmittel importiert werden, was natürlich wiederum mit CO2-Emissionen verbunden ist.
Interessant ist auch ein anderes Verfahren, als die Ethanolerzeugung aus Mais oder Raps. Biomass To Liquid (engl. Biomasse zu Flüssigkeit) ist ein Verfahren, dass aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Stroh, also aus fester cellulosehaltiger Biomasse, Treibstoff herstellen kann. Allerdings ist die Forschung noch recht am Anfang und das Verfahren ist sehr aufwändig, hat aber immense Vorteile:
- Keine Umnutzung der Ackerbauflächen nötig, weil in der Schweiz sowieso zu viel Holz auf dem Markt ist, könnte dieses dafür verwendet werden.
- BTL hat eine wesentlich grössere Energieausbeute, also geht viel weniger Energie verloren, vom Roh- zum Treibstoff. Bei der Anpflanzung von Mais und Raps braucht es dazu noch Unmengen an Dünger und die Ernte und Saat wird mit dem Traktor gemacht. Alles dies fällt bei der Treibstoffherstellung mit BTL weg.
- Mittelland Zeitung, Freitag 18. April 08
Tags: ethanol biodiesel umweltfreundlich co2 technologie autolos öv auto treibstoffe verzicht





