Heute Mittwoch morgen wurde Jean Zieglers Forderung "5 Jahre kein Biotreibstoff" auch in den
Nachrichten zitiert. Meldung im
Blick, im
Schweizer Bauer und
hier in der Basler Zeitung. Bereits im Oktober 2007 pochte der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und kritisierte den Unsinn, aus Mais oder anderen landwirtschaftlichen Produkten Treibstoffe zu gewinnen. - Vor einigen Tagen sah ich ein grosses Inserat von
Agrola, wo für E85 geworben wird; offenbar werden hier Holzabfälle für die Herstellung dieses "Biodiesel" verwendet, Agrola hat bereits ca. 20 Tankstellen in der Schweiz für diesen speziellen Treibstoff umgerüstet (vgl.
Liste als PDF). Auch
hier wird für den grünen Treibstoff geworben, der Verkauf von "FlexFuelVehicles" boomt aber nicht nur in Europa, in Ländern wie Brasilien werden schon seit Jahren Autos verkauft, die auch mit Zuckerrohr Sprit laufen, mehr darüber
hier und
hier. - Eines ist sicher: Die Suche nach alternativen Treibstoffen hat erst begonnen, da kommt noch einiges auf uns zu, wie zum Beispiel die Frage nach der Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen (Stichwort: "wie CO2 neutral ist der verwendete Strom").
In meinen Augen darf man nicht vergessen: das grösste
Spar-Emissionsreduktions-Potential kann jeder und jede selber ausprobieren:
Heute lass ich das Auto in der Garage stehen lassen!
p.s. An einem regnerischen Tag wie heute Mittwoch wird dieser Aufruf wohl nicht fruchten...
;-)
;-)
In meiner Region gibt es auch eine grosses Bio-Kraftwerk http://www.tegra-holz.ch Ich stehe dem aktuellen Ausbau dieser Anlage kritisch gegenüber, weil nun Holzabfälle aus der ganzen (?) Schweiz herangekarrt werden, um die Anlage auszulasten, was zusätzlichen (Güter-)Verkehr generiert. Das kann doch nicht der Sinn und Zweck von "grüner Energie" sein.
In der Ausgabe NZZ wehrt sich der Verwaltungsratspräsident und Konzernchef gegen die Subventionierung von Lebensmitteln zur Treibstoffgewinnung. Aufgegriffen wurde die Meldung unter anderem von Bluewin, Tages-Anzeiger, Spiegel Online und Focus.