Besser leben ohne Auto
Obwohl die Zürcher Sektion der Partei mit dem Geissbock auf Ihrer Website jammert: „Der Verkehr wird in der Stadt behindert, Strassen werden verengt, Verkehrsschikanen werden aufgestellt und Parkplätze vernichtet“, wollen alle nach Zürich ziehen! Letztes Jahr hat die Stadtbevölkerung erneut um 10'000 Einwohner zugenommen. Das entspricht der Einwohnerzahl von Rheinfelden oder Buchs (SG). Dabei haben die Geissböckeler ja recht – in Zürich ist Auto fahren eine Unmöglichkeit. Keine Parkplätze, Staus allenthalben – deshalb kommen in der Stadt Zürich auch 45% der Haushalte ohne Auto aus, während in der Schweiz insgesamt nur 25% der Haushalte autofrei sind (Zahlenmaterial zu finden bei CAS).
Das bedeutet doch zweierlei:
1) Die Menschen fühlen sich ohne Auto einfach wohler und „flüchten“ von den autoverseuchten Agglomerationen ins lauschig-ruhige Zürich.
2) Wenn nun nur 25% der Schweizer Haushalte, aber 45% der Stadtzürcher Haushalte autofrei sind, lässt sich folgende kleine Rechnung machen: Auf 10'000 Durchschnitts-Schweizer kommen 4'375 Autos. Auf 10'000 Zürcher aber nur 2625 Autos! Wenn nun sich nun alle Zuwanderer so verhalten haben, wie man das nach der Statistik erwarten würde, wurde die Schweiz durch die Zuwanderung in Zürich von 1’750 Autos befreit.
Das ist doch was – oder?





Zum Zeitpunkt der Eröffnung der S-Bahn dachte man, viele Autofahrer würden ihren Wagen stehen lassen und mit dem ÖV zur Arbeit fahren. Was ist passiert? Weil die Anreise per Auto genau gleich attraktiv war wie vorher (es wurden keine verkehrsberuhigenden Massnahmen getroffen) steigerte sich Verkehrsvolumen in Summe, d.h. dank S-Bahn pendeln nun viel mehr Menschen als vor 15 Jahren. Und der Autoverkehr nahm auch eher zu als ab.