Strassen zum Leben und nicht zum fahren
Vor allem in den Städten gibt es glücklicherweise immer mehr Strassen sogenannte Begegnungszonen. Diese gibt es seit Januar 2002 auf gesetzlicher Basis. Die Anforderungen sind sehr gering, so dürfen etwa keine Fussgängerstreifen angelegt werden und der Eingang zu einer solchen Zone muss durch ein Tor oder etwas torähnliches signalisiert werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist 20 km/h.Vorteile gibt es viele. So ist eine solche Zone ruhiger, weil die Autos weniger und langsamer durchfahren. Die Sicherheit ist ebenfalls höher, weil durch die tiefere Geschwindigkeit der Bremsweg kürzer wird. Fussgänger dürfen die ganze Fahrbahn benützen, wenn sie den Verkehr nicht unnötig stören. Auch haben die Fussgänger ein Vortrittsrecht gegenüber Fahrzeuglenkern.
Trotzdem sollte man auch immer an den Langsamverkehr denken. Denn um den Verkehr zu beruhigen - auch ausserhalb diese Begegnungszonen -, wird häufig mit versetzt angeordneten Parkplätzen gearbeitet. Das ist zwar recht effektiv, hat aber gewichtige Nachteile. So können Autos und Velos oft nicht einfach so kreuzen, denn die Fahrbahn ist schlicht und einfach zu schmal. Das behindert neben den Autofahrern natürlich auch die Velofahrer. Kinder, die draussen spielen können nicht auf die durchfahrenden Autos sehen und umgekehrt. Hinter geparkten Autos plötzlich auftauchende Verkehrsteilnehmer sind ebenfalls gefährlich und gerade Kinder auf Velos können über die parkierten Autos nicht hinwegsehen.
Meiner Meinung nach dürfen Quartierstrassen gerne mit Hindernissen wie breiteren Trottoirs, Blumenrabatten, etc. beruhigt werden, allerdings muss genügend Platz für Velo und Auto bleiben. Auch gehören meiner Meinung nach nicht neue Parkplätze in die Wohnquartiere, denn dadurch wird die Attraktivität des Autos gestärkt.
Solche Begegnungszonen sind sehr wichtig, machen sie ein Quartier doch viel wohnlicher.




